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: Bühnen :: „Die Melancholie bleibt immer da“ :
Atmosphärische Songs mit melancholischer Ausrichtung. Das Geschwisterpaar Eva und Philipp Milner bildet das Duo Hundreds. Mit assoziativer Poesie und sanften Downtempo spielt die Band in der Champions League des kraftvollen Elektropops. Es dominieren eine düstere Sehnsucht und die Lust an der Musik. Auf ihrer Elektro-Akustik-Tour gastiert die Band am 21. Juni auf der Leipziger Parkbühne Geyserhaus

Text: Mathias Schulze; Bild: www.hundredmusic.com

Grund genug, bei Eva Milner, Jahrgang 1981, nachzufragen.

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Ist es für Sie ein Kompliment, wenn man sagt, dass Ihre Musik zum Drogenkonsum auf nächtlichen Sommerdächern einlädt? Im Gepäck natürlich die Kopfhörer …

(Lacht). Jeder, wie er mag. Bedeuten die Kopfhörer, dass man allein unter Drogeneinfluss auf dem Dach ist? Das ist natürlich auch sehr gefährlich. Vielleicht ist es zu zweit noch schöner, oder?

Vielleicht. Sie sind Lob gewohnt, in einer von vielen sehr positiven Konzertrezensionen stand, dass die Intensität Ihrer Musik die Narben des ersten Liebeskummer wieder fühlbar machen kann.

Hoffentlich mit einer süßen Nostalgie verzuckert. Dann würde mir das gefallen. Ich habe ja zu Zeiten meines ersten Liebeskummers ganz andere Musik gehört.

Ich frage jetzt nicht nach dem Bravo- Starschnitt-Poster. Sprechen wir lieber über den 12. Januar 2020.

Wir spielen dann in der Elbphilharmonie Hamburg.

Das Konzert ist schon ausverkauft. Ist das für Musiker der größte Ritterschlag, den es geben kann?

Es ist definitiv ein Ritterschlag. Ob er der größte ist? Das dachte ich ja schon, als wir 2010 nachmittags beim Immergut-Festival gespielt haben. Und wer weiß, was noch kommt.

Wie kommt man in die Elbphilharmonie? Wurden Sie gefragt? Haben Sie sich beworben?

Wir wurden gefragt. Letztes Jahr haben wir mit dem hessischen Sinfonieorchester, also das ganz große, fette Besteck mit ungefähr 90 Leuten, zusammengespielt. Das ist auf YouTube einsehbar, das hat die Veranstalter in Hamburg überzeugt. Für uns bedeutet das Konzert in der Elbphilharmonie eine Menge Arbeit. Wir bekommen auch keine 90 Leute zusammen, weil das zu umfangreich ist, aber wir freuen uns sehr darauf. Es wird wahrscheinlich sogar gefilmt.

Und dann bei 3sat ausgestrahlt?

Das weiß ich noch nicht.

Sie unterstützen Pro Asyl. Fällt Ihnen das Ausloten, wie sich die Band auf dem Spannungsfeld Politik-Gesellschaft- Kultur bewegen soll, schwer?

Wir machen uns da keinen Druck. Hundreds ist ein Kunstobjekt, was nicht viel Persönliches durchlässt. Nur glauben wir, dass sich jeder heute positionieren sollte. Zudem haben wir eine Reichweite, die wir nutzen wollen. Pro Asyl unterstützen wir insofern, als dass wir bei jedem Konzert Spenden sammeln. Diese Botschaft ist uns wichtig. Und diese Message versteht auch jeder, oder?

Es kommt nicht darauf an, das Richtige zu tun, aber man sollte das Richtige aus dem machen, was man tut?

Das ist der Ansatz. Ich wohne gerade in Würzburg, dort habe ich den Verein Viertelkultur mitgegründet, der in einem Café im Stadtviertel Künstlern Auftrittsmöglichkeiten bietet. Dort gibt es auch einen kleinen Tante Emma-Laden, der unverpackte regionale Produkte anbietet und mit einem integrativen Ansatz, also auch für Menschen mit Behinderungen, arbeitet. Eigentlich durchzieht der Umweltschutz und das Soziale mein ganzes Leben. Dabei ist mir Geld nicht so wichtig, es geht mir eher darum, Dinge mitgestalten zu können.

Die letzte Alben „Aftermath" und „Wilderness" haben auch apokalytische Züge.

Damals musste das Apokalyptische, das Schwarzdenkende raus. Der Klimawandel zeigt, dass wir unsere eigenen Lebensgrundlagen zerstören. Der Kapitalimus ist wie ein Krebsgeschwür auf diesem schönen blauen Planeten.

Daran hat sich noch nicht viel geändert.

Ja, aber künstlerisch haben wir uns daran fürs Erste genug abgearbeitet. Die neuen Stücke, die wir gerade zum neuen Album formen, sind nicht so düster. Die Stimmung wird positiver, wobei das auch immer wieder kippen kann. Die Melancholie bleibt immer da, sie ist unsere Kernkompetenz, die bringen wir immer mit.

Worauf kann sich das Publikum am 21. Juni auf der Parkbühne Geyserhaus freuen?


Wir sind auf Elektro-Akustik- Tour, packen die Songs in ein ruhigeres Gewand. Das tanzbare technoide Set lassen wir dieses Mal daheim. Es wird intim, ruhig, rein und klar.


Hundreds, 21. Juni, 19.30 Uhr, Parkbühne Geyserhaus, Leipzig, www.hundredsmusic.com



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