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: Gesellschaft :: „Widerstand soll sichtbar sein“ :
Dass am 20. Juli der Protest gegen den Aufmarsch der rechtsradikalen Identitären Bewegung (IR) vor deren Domizil in der Adam-Kuckhoff-Straße in Halle zum klaren Erfolg geworden ist, hat nicht zuletzt mit einem Namen zu tun: Valentin Hacken. Annett Krake hat den Sprecher des Bündnisses "Halle gegen Rechts" getroffen

Text & Bild: Eike Käubler

Es sollte ein Leuchtturm der Neuen Rechten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum werden das rechtsextreme Hausprojekt der Identitären Bewegung (IB) in der halleschen Adam-Kuckhoff- Straße 16. Dazu ist es, selbst nach Einschätzung führender IB-ler, nicht gekommen. Dass es so gekommen ist, ist ohne Zweifel kein Selbstläufer, sondern Leuten wie Valentin Hacken zu danken. Hacken ist einer, der sich auch umweltpolitisch engagiert hat und nun massiv den Identitären hier in Halle die Stirn bietet.
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Ich treffe den Jurastudenten in einem Café, er bestellt Cola, ich Kaffee. Meine Tage sind lang, seine noch länger. In seinem Gesicht sind kleine Spuren von diesem engagierten und terminierten Leben zu sehen. „Naja, das Studium kommt momentan zu kurz", sprudelt es aus ihm heraus. Seine politische Arbeit nimmt jede Menge Zeit und Raum ein. Er sagt, die Identitären geben sich jung und akademisch, sie versuchen ihre antidemokratischen, antisemitischen, völkischen und faschistischen Bezüge zu verschleiern. 

Mit dem Hausprojekt in der Adam-Kuckhoff-Straße wollte die IB in das Viertel hinein. Direkt ins bürgerliche Herz der Stadt: „Anwohnerpflege", nach dem Vorbild die Villa „Casa Pound" in Rom betreiben. Die „Casa Pound" ist derzeit eine der einflussreichsten rechtsradikalen Organisationen in Italien, gegründet 2003. Die Mitglieder besetzten damals ein großes leerstehendes Haus und machten daraus ihr Hauptquartier. 
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„Keine rechte Mobilität ohne Gegenprotest.“

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In Halle, erzählt Hacken weiter, habe das so nicht funktioniert. „Die Anwohner hier haben nicht lange gefackelt haben und sich selbst gegen ihre neuen Nachbarn gewehrt." Ganz unabhängig von dem Bündnis gegen Rechts, gibt es eine intensive Gegenwehr, direkt aus der Nachbarschaft der IB. Das sei stark, so Hacken. „Noch erfreulicher aber ist, dass das Hausprojekt der IB bröselt, eher von personellem Schwund als von Zuwachs gezeichnet ist."

Drei Demos hat das Bündnis gegen Rechts als klares Signal gegen das Sommerfest der IB organisiert. Dabei, sagt Hacken, sei der grundsätzliche Anspruch des Bündnisses immer: keine rechte Mobilität ohne Gegenprotest, immer gewaltfrei, zivilen Ungehorsam nutzen und möglichst nah an den Rechten dran sein. Der Widerstand soll sofort sichtbar sein.

Denn, so sagt es der Sprecher abschließend, die IB sei real gefährlich: „Sie greifen Journalisten an und schaffen Bedrohungssituationen. Aber die extreme Gefahr besteht darin, dass ihre Zielscheibe die jungen Akademiker sind. Die IB will eine Elite bilden, damit sie die Gesellschaft beeinflussen und aus diesem Feld heraus umkrempeln kann." Ihre Ideologie: ein totalitäres Regime, das nach innen rein sei. Keine Demokratie, sondern der Volkswille solle in dem aufgehen, was die führende Kraft will.

Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage, www.halle-gegen-rechts.de


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